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Spamming

Spam ist ein soziales Problem und kein technisches. Mit technischen Mitteln ist Spammern nicht beizukommen, denn sie finden immer neue Wege, um Gegenmaßnahmen ins Leere laufen zu lassen. Heute war mal wieder ein interessanter Lagebericht zum Thema in den Heise-News zu lesen:

An einer weiteren Schraube drehen Spammer derzeit heftig: Allen Virenfiltern und anderen Schutzmaßnahmen zum Trotz stehen ihnen offenbar immer mehr verseuchte PCs und neuerdings auch viele ausgehebelte Webhosting-Accounts für den Spamversand über Hintertüren zur Verfügung. So können sie immer mehr Volumen innerhalb immer kürzerer Zeitintervalle absetzen. Immer mal wieder sind blitzartige Spam-Angriffe zu verzeichnen, als ob die Absender ausprobieren wollen, wieviel Last sie den Mailservern der Empfänger maximal aufbürden können. Die Idealvorstellung der Spammer besteht darin, eine IP-Adresse nur ein einziges Mal pro Empfänger nutzen zu müssen, denn damit laufen viele Gegenmaßnahmen ins Leere. Sie scheint derzeit leider realistischer als je zuvor.

Im Klartext: All die Maßnahmen von ISPs und Mailprovidern, Spam durch Scanner und Zwangsfilter einzudämmen, sind gescheitert. Das Einzige, was erreicht worden ist: Man hat die technischen Zugangsmöglichkeiten für die breite Masse der Nutzer erheblich eingeschränkt. So ist es mittlerweile sehr schwierig geworden,

  • Office- oder Zip-Dateien per Mail zu übertragen,
  • PGP-verschlüsselte oder -signierte Mails zu verschicken,
  • Mails schnell zu übermitteln (Greylisting),
  • und, was besonders ärgerlich ist: als Road-Warrior über eine Dial-Up-Verbindung Mails direkt (ohne Smarthost) auszuliefern.

Weiterlesen bei Heise Online: Spam wird fetter, aber schneller.